Deutscher Theaterpreis
Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2026 nimmt Fahrt auf. Wir freuen uns darauf, die Preisverleihung am 14. November 2026 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu feiern. Alle eingereichten Vorschläge für den FAUST 2026 werden von der Nominierten-Jury gesichtet. Sie bestimmt in jeder Kategorie jeweils drei Künstler:innen oder Teams als Nominierte. Die Nominierungen für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2026 werden Ende Juni bekanntgegeben.
Vorschlagsverfahren DER FAUST 2026
In der ersten Runde, dem sogenannten Vorschlagsverfahren, sind alle Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins aufgerufen, Vorschläge für die einzelnen Kategorien einzureichen. Für die Vorschläge gelten dabei folgende Bedingungen:
- Premieren-Datum: Vorgeschlagen werden können Künstler:innen und Produktionen, die in der Zeit vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 Premiere hatten bzw. haben.
- Ort: Die Premiere einer Inszenierung muss an einer Bühne innerhalb Deutschlands stattgefunden haben.
- keine Eigenproduktionen: Jedes Theater kann nur Neuproduktionen eines anderen Theaters vorschlagen. Produktionen, bei denen die vorschlagende Person mitgewirkt hat, sind ebenfalls nicht zugelassen.
- Personenkreis: Nur lebende Künstler:innen können vorgeschlagen werden.
Wie viele Inszenierungen oder Künstler:innen pro Kategorie vorgeschlagen werden, variiert jedes Jahr. Die einmalige Nennung reicht aus, um ins Vorschlagsverfahren aufgenommen zu werden, soweit die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. Auf die Anzahl der eingehenden Vorschläge und die vorgeschlagenen Inszenierungen hat der Deutsche Bühnenverein und die Akademie der Darstellenden Künste keinen Einfluss.
Alle eingereichten Vorschläge werden im nächsten Schritt auf ihre Gültigkeit überprüft, bevor sie an die Nominierten-Jury zur Sichtung weitergereicht werden. So ist es ausgeschlossen, dass ein ungültiger Vorschlag zum Verfahren zugelassen wird.
Nominierungsverfahren
In der zweiten Runde, dem Nominierungsverfahren, werden in jeder Kategorie jeweils drei Künstler:innen oder Teams ausgewählt und als Nominierte für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST bestimmt.
Für die Nominierungen ist, wie der Name schon sagt, die Nominierten-Jury zuständig. Diese konstituiert sich bereits vor Initiierung des Vorschlagverfahrens und besteht aus:
- den Mitgliedern des Künstlerischen Ausschuss des Deutschen Bühnenvereins,
- den vom Bühnenverein und der Akademie der Darstellenden Künste benannten Berichterstatter:innen, die im Bereich der darstellenden Künste z.B. als Choreograf:innen, Dramaturg:innen, freie Künstler:innen, Intendant:innen, Regisseur:innen, Journalist:innen oder Kulturpolitiker:innen tätig sind.
Bei der Abstimmung jeder einzelnen Nominierung gilt das Mehrheitsprinzip. Sollte der Fall eintreten, dass ein Jurymitglied an einer vorgeschlagenen Produktion beteiligt ist, darf es weder an der Diskussion noch an der Abstimmung für die Nominierung teilnehmen.
Findung der Preisträger:innen
Im letzten Schritt entscheidet dann eine von der Akademie der Darstellenden Künste einberufene Preisträger:innen-Jury über die Preisvergabe des Deutschen Theaterpreises DER FAUST. Die siebenköpfige Jury setzt sich aus Akademiemitgliedern, also verschiedenen Kultur- & Theaterexpert:innen zusammen.
Bei der Jurysitzung wird zuerst über alle Nominierungen diskutiert. In einer Abstimmung – bei der das Mehrheitsprinzip gilt – werden dann die Preisträger:innen ermittelt. Auch die Preisträger:innen-Jury konstituiert sich bereits vor dem Nominierungsverfahren und es gilt ebenso: Sollte ein Jury-Mitglied persönlich bei einer Nominierung mitgewirkt haben, darf dieses weder an der Diskussion, noch an der Abstimmung teilnehmen.
Rückblick: DER FAUST 2025
Anlässlich des Jubiläums 20 Jahre Deutscher Theaterpreis DER FAUST ist die Auszeichnung am 15. November 2025 im Theaterhaus Stuttgart verliehen worden. Die künstlerische Leitung des Abends lag bei der internationalen Theatercompany Familie Flöz.
Aufzeichnung der Preisverleihung
Für alle, die nicht live vor Ort dabei sein konnten, ist die Aufzeichnung der Preisverleihung aus dem Theaterhaus Stuttgart in der 3sat-Mediathek aufrufbar.
3sat Dokumentation zur Preisverleihung DER FAUST 2025
Was ist uns Kultur wert? Theater kämpfen mit Sparzwängen – und bleiben doch Orte der Demokratie und Debatte. Die 3sat-Dokumentation »Der Wert der Kultur - Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST« begleitet die Verleihung im Theaterhaus Stuttgart und fragt, wie Theater ihre Rolle als gesellschaftliche Stütze bewahren können – trotz knapper Mittel – und wie Künstler:innen die Bühne für eine neue Generation von Theaterfans bereiten.
Jetzt in der 3sat-Mediathek nachschauen:
»Populisten und ihre Verführungsstrategien«
Rechte Kräfte vereinnahmen die Kultur und machen sie zum Schauplatz ihrer Propaganda. Wie können wir für eine vielfältige und freie Kunst einstehen und sie gegen diese Angriffe schützen?
Am Nachmittag vor der Preisverleihung diskutierten wir im Theaterhaus Stuttgart mit den Gästen Gernot Wolfram, Professor für Medien- und Kulturmanagement, Viktor Schoner, Intendant der Staatsoper Stuttgart, und Malin Nagel, Dramaturgin und Leiterin der ITI Academy für junge Kulturschaffende am Internationalen Theaterinstitut. Moderiert wurde das Gespräch von der Kulturjournalistin Hannah Schmidt.
Impressionen DER FAUST 2025
Veranstalter, Förderer und Partner
Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2025 wird veranstaltet vom Deutschen Bühnenverein und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder. Er wird gefördert durch das Land Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart.
Veranstaltungspartner ist das Theaterhaus Stuttgart, Medienpartner sind 3sat und DIE DEUTSCHE BÜHNE.
Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST ist ein Preis von Theaterschaffenden für Theaterschaffende. Er wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein zusammen mit der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und der Kulturstiftung der Länder vergeben und ehrt herausragende künstlerische Leistungen, die die Vielfalt der Theaterlandschaft in Deutschland widerspiegeln.