Deutscher Bühnenverein

Einzelne Theaterberufe

Schlosser/in

Berufsbild

Der Theaterschlosser fertigt alle Metallkonstruktionen an, die für ein Bühnenbild benötigt werden. Die Palette reicht dabei von kleineren Winkeln bis hin zu Konstruktionen für einen Bühnenvorbau oder fahrbaren Aufbauten mit mechanischen Momenten. Der Theaterschlosser bzw. der Vorstand der Schlosserei erhält vom Technischen Direktor oder direkt vom Bühnenbildner Angaben über genaue Maße und die geplante Außenansicht. Häufig ist auch ein Werkstättenleiter zwischengeschaltet, der die verschiedenen Gewerke des Theaters koordiniert. Die technische Umsetzung erfolgt dann eigenverantwortlich, wobei ein enger Kontakt zum Bühnenbildner sinnvoll ist. Bevor der Theaterschlosser mit seiner eigentlichen Arbeit beginnt, prüft er die vorliegenden Entwürfe hinsichtlich der entstehenden Kosten und der benötigten Arbeitsstunden.




Voraussetzungen

Neben der fachlichen Qualifikation sollte der Theaterschlosser Interesse an der Verwirklichung künstlerischer Ideen mitbringen sowie ein hohes Maß an Flexibilität, um dem Termindruck in einem Theaterbetrieb gelassen zu begegnen. Wer als Leiter der Theaterschlosserei arbeiten möchte, sollte mindestens den Gesellenbrief als Metallbauer besitzen.

Ausbildung

Der Beruf des Schlossers existiert in seiner ursprünglichen Form nicht mehr, das Gewerk ist aber aus dem Theater nicht wegzudenken. Wer in dieser Richtung arbeiten möchte, lernt sein Handwerk in einem von mehreren möglichen Berufen im Bereich Metallbau und Konstruktionsmechanik. Die handwerkliche Ausbildung zum Metallbauer dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Im Verlauf der Ausbildung erfolgt eine Spezialisierung nach Schwerpunkten oder Fachrichtungen. Detaillierte Auskünfte über Inhalt, Verlauf und Voraussetzungen der Ausbildung erteilt die Bundesagentur für Arbeit.

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