Deutscher Bühnenverein

Einzelne Theaterberufe

Theaterpädagoge/in

Berufsbild

Theaterpädagogen leiten Menschen jeglichen Alters zum Theatermachen an und ermöglichen Interessenten den aktiven Zugang zur Welt des Theaters. Am Theater vermittelt der Theaterpädagoge zwischen dem Theater und den verschiedenen Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendhäusern, Volkshochschulen, Begegnungsstätten oder Rehabilitationszentren. Er berät und betreut Lehrer, Leiter von Arbeits- oder Schultheatergruppen und unterstützt bei der Vor- und Nachbereitung von Theaterstücken im Klassenunterricht. Darüber hinaus leiten Theaterpädagogen häufig auch eigene (z.B. Kinder- und Jugend-) Theatergruppen und betreuen die inzwischen in vielen Theatern eingerichteten Theater-Jugendclubs. Der Theaterpädagoge arbeitet vorzugsweise mit jungen Menschen, aber auch für Erwachsene kann das Theaterspiel eine Möglichkeit sein, die eigene Persönlichkeit zu erweitern. Seine Arbeit kann in spielerischer Form Ängste und Vorurteile abbauen und leistet einen wertvollen Beitrag zur ästhetischen Bildung leistet.

Auf der einen Seite bringt der Theaterpädagoge also dem Theaterunerfahrenen das Theater näher, auf der anderen Seite nutzt er das Theater als Mittel zum Zweck der Persönlichkeitsbildung. In beiden Fällen liegt das Hauptaugenmerk auf der Praxis. Innerhalb des Theaters wirkt der Theaterpädagoge zudem bei der Erstellung von inszenierungsbegleitenden Materialien mit oder arbeitet im Bereich der Publikumsbeobachtung und Zuschauerresonanz.

Voraussetzungen

Der Beruf des Theaterpädagogen umfasst sowohl künstlerische als auch pädagogische Aspekte. Als Theaterpädagoge sollte man folgende Kompetenzen haben bzw. während der Ausbildung erlernen: Leitungskompetenz, künstlerische, organisatorische, vermittelnde und theoretische Kompetenz. Der Ausbildungsgang zum Beruf des Theaterpädagogen ist (noch) nicht einheitlich geregelt: Theaterpädagogik wird als ein- bis vierjährige Fortbildung oder Ausbildung und auch als grundständiger Studiengang Spiel- und Theaterpädagogik gelehrt, u.a. an der Hochschule Osnabrück und an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg Es gibt zahlreiche Ausbildungsstätten, die Theaterpädagogik als eigenständige Berufsausbildung mit dem Titel »Theaterpädagoge/Theaterpädagogin BuT® anbieten (vgl. www.butinfo.de). Nach abgeschlossenem Hochschulstudium kann man auch die viersemestrigen Master-Studiengänge Theaterpädagogik an der Universität der Künste in Berlin und an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in Betracht ziehen. Daneben gibt es die Ausbildungsmöglichkeit im Fach Darstellendes Spiel als Zusatzqualifikation für Lehrerinnen und Lehrer nach dem Ersten Staatsexamen.

Die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Ausbildung variieren je nach gewähltem Bildungsträger beträchtlich. In Deutschland gibt es annähernd hundert Institutionen im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Universitäten und Fachhochschulen, Lehrerfortbildungsinstitute, Theaterpädagogische Zentren, Kunstschulen und Verbände bieten Vollzeitstudien, berufsbegleitende Maßnahmen oder Blockunterricht an. Dabei setzt jeder Bildungsträger unterschiedliche Schwerpunkte. Wichtige Aspekte der Ausbildung sollten jedenfalls künstlerische und spielpraktische, pädagogische und sozialpädagogische sowie fachlich-theoretische Qualifikationen sein. Für welchen Bildungsträger man sich letztlich entscheidet, hängt also von vielen Faktoren ab (Welcher Zeitaufwand ist veranschlagt? Ist die Bildungsmaßnahme kostenpflichtig? Welche Qualifikation haben die Lehrer? usw.).

Ausbildung

siehe Voraussetzungen

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