Deutscher Bühnenverein

Einzelne Theaterberufe

Weitere Berufe

Berufsbild

Es gibt eine ganze Reihe von Berufen, mit denen man am oder für das Theater arbeiten kann, zumeist auf freiberuflicher Basis. Hier eine Auswahl:

Eventmanager

Seit einiger Zeit entstehen immer neue Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich Medien- und Eventmanagement bzw. Medien- und Eventtechnik. Die Absolventen arbeiten grundsätzlich in allen Zweigen der Veranstaltungsorganisation: Theater, Kongresszentren, Mehrzweckhallen, Museen, Firmenveranstaltungen, Road-Shows, Messeauftritte, Sportereignisse etc. Vermittelt werden – je nach Ausbildungsschwerpunkt – Kenntnisse aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Recht, Technik, Konzeption, Durchführung und Auswertung. Die Bildungsangebote unterscheiden sich oft erheblich voneinander, was die erforderlichen Voraussetzungen, die Unterrichtsstrukturen, die möglichen Abschlüsse und die Inhalte betrifft. Eine genaue Prüfung des Angebots in Bezug auf die persönlichen Umstände und Erwartungen ist demnach unabdingbar. Nähere Auskünfte erteilen beispielsweise die Arbeitsämter, die DTHG (www.dthg.de), die Medien- und Eventakademie (www.event-akademie.de) sowie berufskundliche Internet-Seiten. Ob und in welchen Abteilungen der Theater und Orchester diese neuen Berufsbilder zum Einsatz kommen, muss sich noch zeigen. In jedem Fall sind auch hier künstlerisches Interesse und viel Eigeninitiative bei der Kontaktaufnahme wesentliche Voraussetzungen für einen Arbeitsvertrag.

Fotograf

Ein wichtiger Mitarbeiter am Theater ist der Fotograf. Theaterfotografen erstellen Bilder für Programmhefte, Plakate, Websites, Bücher und andere Publikationen eines Theaters. Je nachdem für welchen Zweck ein Foto gedacht ist, soll es das Wesentliche einer Inszenierung dokumentieren, für eine Veranstaltung werben oder auch einen künstlerischen Eigenwert besitzen. Fotograf wird man durch Learning-by-doing, durch eine Fotografen-Lehre oder ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität. In der Regel arbeiten Theaterfotografen freiberuflich.

Grafik-Designer/Web-Designer

Manche Theater haben einen eigenen Grafik-Designer, der die Publikationen und Werbemittel gestaltet und das Corporate Design des Hauses betreut. Oft arbeiten Theater aber mit Agenturen oder selbstständigen Grafik-Designern zusammen. Auch der eigene Internet-Auftritt gehört für die Theater und Orchester zum Standard, hier ist ebenfalls Know-how durch einen Web-Designer (oft identisch mit dem Grafik-Designer) gefragt. Die Ausbildung besteht häufig aus einer Mischung einzelner Seminare und Learning-by-doing. Auskünfte über geregelte Ausbildungswege bis hin zum Hochschulstudium erteilen die Arbeitsämter.

Kritiker

Mit dem Theater eng verbunden, doch – im Idealfall – stets auf Distanz zu ihm ist der Kritiker. Für die Feuilletons und Kulturressorts von Zeitungen, Radiosendern und Fernsehprogrammen verfasst er Aufführungsbesprechungen und -bewertungen. Grundlage dieses Berufs sind ausgeprägte Fachkenntnisse auf dem jeweiligen Gebiet (Theater, Musiktheater, Film oder Fernsehen) und ein fundiertes sprachliches Ausdrucksvermögen. In der Regel bildet ein Studium der Theater- oder Musikwissenschaften den Ausgangspunkt, gefolgt von einem Volontariat in einer Kultur-Redaktion. Eine Hochschul-Ausbildung bietet die Bayerische Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München in Form eines zweijährigen Ergänzungsstudiengangs an, vgl. www.theaterakademie.de/studium/kulturkritik. Auch in Frankfurt am Main gibt es einen Aufbaustudiengang, vgl. www.hfmdk-frankfurt.info. Bewerben können sich auch Schauspieler, Sänger oder Tänzer auf Grundlage ihrer praktischen Erfahrung in diesen Berufen sowie Absolventen anderer Studiengänge als »Quereinsteiger«.

Logopäde

Logopäden (Atem-, Sprech- und Stimmlehrer) helfen Schauspielern und Sängern, mit ihrer Stimme besser und gesundheitlich bewusster umzugehen. Sie arbeiten meist als freie Sprecherzieher auf Basis einer logopädischen oder ähnlichen Ausbildung. Auf www.dbl-ev.de oder www.dgss.de finden Sie weitere Informationen.


Statist

Jedes Theater braucht Statisten. In der Regel ist es eine Nebentätigkeit, die vor allem von Studenten, Hausfrauen oder Rentnern ausgeübt wird. Meist tritt der Statist – auch Komparse oder Kleindarsteller genannt – in Massenszenen auf, beispielsweise in einer Gruppe von Gefolgsleuten eines Königs. Bei eher dürftiger Bezahlung besteht die Aufgabe des Statisten darin, anwesend zu sein ohne individuell aufzufallen.
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Arbeit als Statist sind Zeit und Zuverlässigkeit. Ansonsten benötigt der Statist eine gewisse Sicherheit, wenn er vor Zuschauer tritt, sowie ein hohes Maß an Bescheidenheit, um keinesfalls als individuelle Person auffallen zu wollen.
Wer als Komparse auf die Bühne möchte, muss in der Regel an Vormittagsproben teilnehmen können und manchen Abend für einen Auftritt opfern (bisweilen proben die Statisten auch nur abends oder samstagvormittags). Wer in dieser Richtung arbeiten möchte, wendet sich entweder an die Komparsenvermittlung www.komparse.de oder direkt an die Statisterieabteilung eines Theaters.

Voraussetzungen

Ausbildung

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