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Pressemeldung

Bühnenverein fordert Runden Tisch über die Zukunft der Stadt

Freiburg, 29.05.2010

Der Deutsche Bühnenverein hat in seiner Jahreshauptversammlung, die heute in Freiburg zu Ende gegangen ist, intensiv über die Zukunft der Stadt debattiert. Er fordert einen Runden Tisch, der unter Beteiligung von Künstlern und Politikern sowie Vertretern von Wirtschaft und Gesellschaft die Zukunft entwerfen soll. Dort muss es um Fragen gehen wie:

- Was ist die Rolle von Stadt und Region in einer globalisierten Welt?
- Was bedeuten der demographische Wandel und die zunehmende Migration für die Stadt?
- Welche Aufgaben haben dabei Kultureinrichtungen wie Theater und Orchester?
- Wie können sich Theater als Orte des freien Diskurses und der Kunst behaupten?
- Wie werden die Städte vor einer finanziellen Auszehrung bewahrt?

Diese Fragen sind nach Auffassung des Bühnenvereins zentrale Fragen für die Zukunft der Theater und Orchester, nachdem sie einen strukturellen Reformprozess mit einem Abbau von 7.000 Arbeitsplätzen in den letzten 15 Jahren durchlaufen und abgeschlossen haben.

Die Jahreshauptversammlung hat sich neben diesen grundsätzlichen Fragen auch mit zahlreichen praktischen Problemen der Theater und Orchester befasst. Dazu gehörten die ungelösten Probleme bei der Nutzung von Frequenzen für Mikroportanlagen und die in vieler Hinsicht zu hohen Abgaben an die Verwertungsgesellschaften GEMA und GVL. Eine wichtige Frage war auch, wie man in Zukunft illegale Aufzeichnungen von Theatervorstellungen und Konzerten verhindern kann.

Der Bühnenverein protestiert zudem gegen den in Italien stattfindenden beispiellosen Abbau der dortigen Opernlandschaft und fordert den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf, den von ihm betriebenen Kahlschlag einzustellen.

Außerdem wurde das Präsidium des Deutschen Bühnenvereins mit Ausnahme des Präsidenten neu gewählt. Die Zusammensetzung des Präsidiums im Einzelnen:

Präsidium (Stand 05/10)

Präsident: Prof. Klaus Zehelein,
Bayerische Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater, München

Vorsitzender Staatstheatergruppe:
Senatsdirektor Hans Heinrich Bethge,
Freie und Hansestadt Hamburg Kulturbehörde
Stellvertretender Vorsitzender:
Abteilungsleiter Volker Heller,
Senatsverwaltung Berlin für Wissenschaft, Forschung und Kultur

Vorsitzender Stadttheatergruppe:
Kulturreferent Gabriel Engert, Stadt Ingolstadt
Stellvertretender Vorsitzender:
Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, Stadt Freiburg

Vorsitzender Landesbühnengruppe:
Intendant Christian Schmidt, Landesbühnen Sachsen, Radebeul
Stellvertretender Vorsitzender:
Geschäftsführer und Intendant Dirk Löschner, Theater der Altmark Stendal - Landesbühne Sachsen-Anhalt Nord

Vorsitzender Privattheatergruppe und Vizepräsident: Direktor Horst Johanning, Contra-Kreis-Theater, Bonn
Stellvertretender Vorsitzender:
Intendant Christian Seeler, Ohnsorg-Theater GmbH,
Hamburg

Vorsitzender Intendantengruppe:
Intendant Holk Freytag. Bad Hersfelder Festspiele In der 1100jährigen Stiftsruine
Stellvertretender Vorsitzender:
Intendant Sewan Latchinian, Neue Bühne Senftenberg

Vorsitzender Außerordentliche Mitglieder:
Intendant a.D. Prof. Dr. Heinz Glässgen
Stellvertretender Vorsitzender: Kaufmännische Geschäftsführerin Charlotte Sieben, Berliner Festspiele, Kulturveranstaltungen des Bundes Berlin GmbH

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