Pressemeldung

Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2018

Wolfram Koch und Yael Ronen unter den Nominierten // Genija Rykova moderiert // Aribert Reimann erhält Preis für das Lebenswerk

Köln, 19.09.2018

Im Theater Regensburg findet am Abend des 03. November 2018 die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST statt. Die feierliche Gala ist damit zum zweiten Mal im Freistaat Bayern zu Gast. Bei der Veranstaltung werden herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien geehrt sowie ein Preis für das Lebenswerk verliehen.

Durch den Abend führt in diesem Jahr Genija Rykova. Rykova wurde im sibirischen Irkutsk geboren und hat an der Bayerischen Theaterakademie August Everding Schauspiel und Gesang studiert. Neben ihrem Engagement am Münchner Residenztheater ist sie Frontfrau der russischen Jazzband "Die Klischewetzkis".

Alle Informationen zur Preisverleihung und die Nominierten für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2018.

Die Nominierten 2018 sind:

Regie Schauspiel

Thorleifur Örn Arnarsson, „Die Edda", Staatsschauspiel Hannover           

Jo Fabian, „Onkel Wanja", Staatstheater Cottbus                            

Yael Ronen, „Roma Armee", Maxim Gorki Theater Berlin                

Darstellerin/Darsteller Schauspiel

Katja Bürkle, Franz Moor in „Die Räuber", Bayerisches Staatsschauspiel München          

Wolfram Koch, Richard Herzog von Gloucester, König Richard III in „Richard III", Schauspiel Frankfurt 

Barbara Nüsse, Prospero in „Der Sturm", Thalia Theater Hamburg                        

Regie Musiktheater

Martin G. Berger, „Faust (Margarete)", Theater und Orchester Heidelberg            

Stefan Herheim, „Wozzeck", Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg                    

Tobias Kratzer, „Götterdämmerung", Badisches Staatstheater Karlsruhe   

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater

Amira Elmadfa
, Clorinde in „Rivale", Staatsoper Berlin, unter Beteiligung des Staatstheaters Braunschweig

Dshamilja Kaiser, Penthesilea in „Penthesilea", Theater Bonn                               

Matthias Klink, Gustav von Aschenbach in „Tod in Venedig", Oper Stuttgart/Stuttgarter Ballett

Choreografie

Sidi Larbi Cherkaoui, „Satyagraha", Komische Oper Berlin, Koproduktion mit dem Theater Basel und der Opera Vlaanderen                                   

Sharon Eyal, „Soul Chain", Staatstheater Mainz                                                                  

Sasha Waltz, „Kreatur", Radialsystem Berlin

Darstellerin/Darsteller Tanz

Adhonay Soares da Silva in „Dances at a Gathering" und in „Initialen R.B.M.E." im Rahmen des Zweiteilers „Begegnungen", Stuttgarter Ballett

Ramon A. John, Wanderer in „Eine Winterreise", Hessisches Staatsballett (Hessisches Staatstheater Wiesbaden/ Staatstheater Darmstadt)        

Stephanie Troyak, Anna in „Die sieben Todsünden", Tanztheater Wuppertal Pina Bausch  

Regie Kinder- und Jugendtheater

Anselm Dalferth, „Wie klingt Nimmerland?", Junges Theater Münster                               

Anna Konjetzky, „Running", Theater Heilbronn                                                     

Martina van Boxen, „Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus", Junges Schauspielhaus Bochum                                                                                            

Bühne/Kostüm

Alexandre Corazzola, Bühne/Kostüm „Frühlings Erwachen", Schauburg München           

Jana Findeklee / Joki Tewes, Kostüme „Wilhelm Tell", Schauspiel Köln, Koproduktion mit dem Theater Basel

Jo Schramm, Bühne „Medea", Staatsschauspiel Hannover             


Über die Preisträger*innen entscheidet erstmalig eine fünfköpfige Jury, die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannt wurde. Die Jury setzt sich aus folgenden Akademiemitgliedern zusammen:

Jürgen Flügge (Regisseur, Generalintendant a.D., Dozent für Theatertheorie an der Theaterakademie Mannheim, Leiter Hof-Theater-Tromm); Prof. Regina Guhl (Professorin für Schauspiel und Dramaturgie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover); Peter Michalzik (Autor und Journalist); Barbara Mundel (Dramaturgin und Regisseurin); Sylvana Seddig (Tänzerin und Schauspielerin).

Die Gewinner*innen in den einzelnen Kategorien werden am Verleihungsabend verkündet.                      

 

Den Preis für das Lebenswerk erhält Aribert Reimann.

Aribert Reimann, geboren am 04. März 1936 in Berlin, hat ein zahlreiche Gattungen und Formen umfassendes Œuvre vorgelegt. Am Anfang seiner Karriere als Bühnen-Komponist stand die Zusammenarbeit mit Günter Grass. Mit „Ein Traumspiel" nach August Strindberg begann 1965 seine Arbeit als Opernkomponist. In den folgenden Jahrzehnten tat er sich als Komponist wichtiger Literaturopern hervor: u.a. „Melusine" (1971 Schwetzinger Festspiele), „Lear" nach William Shakespeare (1978 München), „Die Gespenstersonate" wieder nach August Strindberg (1983 Berlin), „Troades" nach Euripides in der Fassung von Franz Werfel (1986 München). Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. 2011 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk zugesprochen. Zuletzt wurde an der Deutschen Oper Berlin im Oktober 2017 seine Trilogie lyrique nach Maurice Maeterlinck „L'Invisible" uraufgeführt.

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2018 wird veranstaltet und gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stadt Regensburg, die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein. Weiterer Kooperationspartner ist 2018 der Deutsche Bühnenverein Landesverband Bayern.

Veranstaltungspartner 2018 ist das Theater Regensburg, Medienpartner sind 3sat, Deutschlandfunk Kultur und Die Deutsche Bühne.

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