Deutscher Bühnenverein

Pressemeldung

Kritik an aktueller Kulturpolitik der Stadt Köln unbegründet

Köln, 07.02.2014

Der Deutsche Bühnenverein kann die Kritik an der Stadt Köln, die der Dirigent Konrad Junghänel im seinem Interview vom 5. Februar 2014 im Kölner Stadtanzeiger geäußert hat, nicht nachvollziehen. Seit Birgit Meyer die Intendanz der Oper Köln übernommen hat, befindet sich das Haus auf einem Weg der Konsolidierung. Dieser Weg wird von der Stadt Köln mitgegangen. So sollen der Oper die Schulden erlassen werden, die durch zu hohe Ausgaben in der Vergangenheit entstanden waren. Außerdem beabsichtigt die Stadt, der Oper zusätzliche Gelder zur Verfügung zu stellen, was man nicht, wie es Junghänel in seinem Interview getan hat, als „Einmal-Blase“ abtun kann. Es ist vielmehr daran zu arbeiten, dass die Stadt diesen Weg weitergeht und die Städtischen Bühnen insgesamt mit den notwendigen Mitteln ausstattet, um mit der Wiedereröffnung des Hauses am Offenbachplatz auch künstlerisch erfolgreich weiterarbeiten zu können. Dazu gehört allerdings auch die Bereitstellung der erforderlichen Mittel für den Tanz. „Es ist erschreckend, dass in einer solchen Situation ein Dirigent von der Schließung der Oper redet und diese auch noch dem Oberbürgermeister empfiehlt“, sagte Bolwin. Da fehle es an jeglicher politischen Verantwortung.

Auch hinsichtlich der Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor (GMD) unterstützt der Bühnenverein die Haltung der Stadt Köln. „Es ist richtig, die künstlerischen Entscheidungskompetenzen für die Oper der Intendantin zu übertragen“, betonte Bolwin. Das sei weitgehend üblich und müsse eigentlich auch für jeden GMD-Kandidaten selbstverständlich sein. Wer das nicht akzeptiere, solle lieber als freier Dirigent arbeiten. Wichtig ist es aus Bolwins Sicht auch, dass sich ein GMD für das Gürzenich-Orchester der Aufgabe bewusst sei, auf die er sich einlasse. Es handele sich bei der Oper Köln um ein Repertoire-Theater mit durchlaufendem Spielbetrieb, in dem der GMD eine wichtige Rolle spiele. „Das setzt Präsenz und Kooperationsbereitschaft voraus“, schloss Bolwin seine Erklärung ab.

Zum Interview im Kölner Stadtanzeiger

 

zurück

Fenster schließen