Deutscher Bühnenverein

Pressemeldung

Forderungen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Landesbühnen Sachsen völlig überzogen

Köln, 05.06.2015

Der Deutsche Bühnenverein fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf, die Streiks bei den Landesbühnen Sachsen unverzüglich einzustellen. Die Forderung von ver.di, bei diesem Theater den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) anzuwenden, sei völlig überzogen. „Das kann sich die Landesbühne nicht leisten“, sagte Rolf Bolwin, der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, heute in Köln. Das Radebeuler Theater habe erhebliche Kürzungen von Zuschüssen hinnehmen müssen. Deshalb sei etwa die Zahlung von Lohnerhöhungen, wie sie im öffentlichen Dienst üblich seien, keinesfalls in voller Höhe möglich. „Aber auch ansonsten ist der TV-L zu teuer, zum Beispiel hinsichtlich der Gestaltung der Arbeitszeit“, äußerte Bolwin. In solch einer Situation könne man nicht einfach einen Streik vom Zaun brechen, zumal die Arbeitgeberseite verhandlungsbereit sei.

 

Bolwin kritisierte auch die Art und Weise des Streiks. Durch mangelnde Vorankündigungen gefährdeten die Streiks die künstlerische Arbeit des Theaters weit mehr als erforderlich und seien deshalb unverhältnismäßig. Hinzu komme, dass man künstlerische Mitarbeiter zum Streik auffordere, für die aber durch die Mitgliedschaft der Landesbühnen Sachsen im Arbeitgeberverband, dem Deutschen Bühnenverein, Flächentarifverträge gelten. Es seien eben die Künstlergewerkschaften GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger), VdO (Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer) sowie DOV (Deutsche Orchestervereinigung), die mit ihrer Tarifpolitik des Augenmaßes sehr viel erfolgreicher seien als ver.di.

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