Deutscher Bühnenverein

Geschäftsbericht

 

 

 

 

Rückblick und Ausblick

 

Auszug

»Ensemble-Netzwerk« und »art but fair« unter Druck geraten sind. Dennoch waren die Verhandlungen von einem großen Bestreben bestimmt, zu einem für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu gelangen.

Überhaupt rückte die Frage der Arbeitsbedingungen der in den Theatern beschäftigten künstlerischen Mitarbeiterinnen nicht zuletzt durch die Ende Mai 2016 in Bonn stattfindende bundesweite Versammlung von »Ensemble-Netzwerk « zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Dies galt umso mehr, als auch der Dialog mit Politikern gesucht wurde. Das war insofern interessant, als der Bühnenverein schon seit Jahren darauf hingewiesen hat, dass die Kürzung der öffentlichen Zuschüsse für die Theater vor allem auf dem Rücken der künstlerisch Beschäftigten ausgetragen wird. Nun wird genau das, vermittelt durch die Arbeitnehmerseite, in der Politik zur Kenntnis genommen, was hoffentlich dazu führen wird, dass in Zukunft vorsichtiger mit solchen Kürzungen umgegangen wird bzw. teilweise diese Kürzungen rückgängig gemacht werden.

Diese Hoffnung wird auch dadurch gespeist, dass das Bewusstsein für die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Zukunft der Städte seit dem vergangenen Jahr erheblich zuzunehmen scheint. Das beweisen nicht nur die zahlreichen Sanierungsvorhaben und Neubauten von Theatern und Konzerthallen. Vielmehr nahmen die Debatten über die öffentliche Finanzierung von Kunst und Kultur eher ab. Das mag auch der stabileren Finanzsituation der öffentlichen Hand geschuldet sein. Ebenso wichtig ist es aber, dass Bund und Länder nunmehr die deutsche Theater-und Orchesterlandschaft der UNESCO für die internationale Liste des immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen haben, nachdem diese auf Betreiben des Deutschen Bühnenvereins 2014 in die entsprechende nationale Liste aufgenommen wurde. Nicht zuletzt war es die UNESCO, die im vergangenen Jahr eine Studie mit dem Titel »Kultur: Urbane Zukunft« veröffentlicht und damit die unverzichtbare Rolle von Kunst und Kultur für die Weiterentwicklung der Städte betont hat.

Den gesamten Geschäftsbericht finden Sie rechts zum Download oder als digitales Magazin.

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