Einzelne Theaterberufe

Requisiteur/in

Berufsbild

Der Beruf des Requisiteurs gehört zu den ältesten Theaterberufen im Bereich der Ausstattung. Der Requisiteur arbeitet in enger Abstimmung mit dem Produktions- und Ausstattungsleiter (Bühnenbildner). Er erstellt anhand des Textbuchs eine Requisitenliste, die alle für die Aufführung benötigten Gegenstände enthält, die nicht direkter Bestandteil der Dekoration oder des Kostüms sind (Stöcke, Blumen, Lampen, Schirme usw.). Er inventarisiert, magaziniert und lagert die Requisiten für eine Inszenierung. Der Requisiteur beschafft die Requisiten entweder aus dem Theatermagazin oder kauft und entleiht sie. Er muss in der Lage sein, in gewissem Umfang Requisiten und Spezialeffekte zu erfinden und selbst herzustellen. Außerdem ist er für Pflege, Instandhaltung und Reparatur der Requisiten verantwortlich sowie für die Kalkulation und die Aufzeichnung anfallender Kosten. Während der Aufführung übergibt der Requisiteur die benötigten Requisiten vor dem Auftritt dem Schauspieler oder platziert sie vor der Aufführung auf der Bühne. Hinterher sammelt er sie wieder ein und trägt dafür Sorge, dass am Ende keine Requisiten fehlen.

Viele Requisiteure haben auch die Qualifikation zum Pyrotechniker. Der Pyrotechniker ist zuständig für die Lagerung und den Einsatz pyrotechnischer Geräte und Effekte, wie beispielsweise Licht- und Funkenblitze, Rauchbomben, Knalleffekte oder offenes Feuer. Aufgrund der damit verbundenen Gefahren für Menschen und Sachen – giftige Gase, unkontrollierte Explosionen, Brände etc. – kommt seiner Tätigkeit ein hohes Maß an Verantwortung zu. Daher sind neben Fantasie und Erfindungsgeist Kenntnisse über Löschmittel und feuerpolizeiliche Vorschriften ebenso unabdinglich wie Verantwortungsbewusstsein, Stressfestigkeit und Konzentrationsfähigkeit.

Voraussetzungen: Requisiteure benötigen handwerkliches Geschick, künstlerisches Einfühlungsvermögen, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, eine breite Allgemeinbildung, Fantasie und Kreativität. Wer sich bei der Industrie- und Handelskammer zur Weiterbildungsprüfung zum staatlich anerkannten Abschluss »Geprüfter Requisiteur« anmelden möchte, muss wenigstens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
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Eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung als »Fachkraft für Veranstaltungstechnik« und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis.
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Eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis.
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Eine mindestens fünfjährige Berufspraxis. Die Berufspraxis sollte in einem artverwandten Beruf erworben werden (z.B. Raumausstatter, Polsterer).
Wer keine der genannten Voraussetzungen erfüllt, kann dennoch zur Prüfung zugelassen werden, wenn er glaubhaft machen kann, über die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu verfügen. Die IHK legt ihren Prüfungen einen detaillierten Rahmenstoffplan zugrunde, der aufzeigt, welche Fertigkeiten erworben werden müssen, um die Prüfung zu bestehen. Er umfasst unter anderem die Bereiche Arbeitsmethodik, Produktion, Kultur-, Kunst- und Sozialgeschichte, Material- und Werkstattkunde, Spezialeffekte und Waffen, Projektarbeit und Präsentation.

Ausbildung: Die Ausbildung für Requisiteure ist nicht formal geregelt. Sie erfolgt in der Regel durch ein learning-by-doing auf Grundlage eines bereits erlernten artverwandten Berufes. Diese Praxisphase sollte zwei Jahre dauern, um das Arbeitsgebiet umfassend kennenzulernen und die Fertigkeiten zu erwerben, die im Rahmenstoffplan der IHK genannt werden. Die Europäische Medien- und Event-Akademie in Baden-Baden bietet überdies einschlägige Lehrgänge an, die das in der Praxis erworbene Wissen ergänzen. Ausbildungsbetriebe sind in der Regel die Theater, aber auch Film- und Fernsehproduktionen oder selbstständige Ausstattungs- und Requisitenfundus-Unternehmen. Ob ein Betrieb Requisiteure ausbildet, muss direkt vor Ort erfragt werden.

Voraussetzungen

Requisiteure benötigen handwerkliches Geschick, künstlerisches Einfühlungsvermögen, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, eine breite Allgemeinbildung, Fantasie und Kreativität. Wer sich bei der Industrie- und Handelskammer zur Weiterbildungsprüfung zum staatlich anerkannten Abschluss »Geprüfter Requisiteur« anmelden möchte, muss wenigstens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
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Eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung als »Fachkraft für Veranstaltungstechnik« und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis.
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Eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis.
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Eine mindestens fünfjährige Berufspraxis. Die Berufspraxis sollte in einem artverwandten Beruf erworben werden (z.B. Raumausstatter, Polsterer).
Wer keine der genannten Voraussetzungen erfüllt, kann dennoch zur Prüfung zugelassen werden, wenn er glaubhaft machen kann, über die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu verfügen. Die IHK legt ihren Prüfungen einen detaillierten Rahmenstoffplan zugrunde, der aufzeigt, welche Fertigkeiten erworben werden müssen, um die Prüfung zu bestehen. Er umfasst unter anderem die Bereiche Arbeitsmethodik, Produktion, Kultur-, Kunst- und Sozialgeschichte, Material- und Werkstattkunde, Spezialeffekte und Waffen, Projektarbeit und Präsentation.

Ausbildung

Die Ausbildung für Requisiteure ist nicht formal geregelt. Sie erfolgt in der Regel durch ein learning-by-doing auf Grundlage eines bereits erlernten artverwandten Berufes. Diese Praxisphase sollte zwei Jahre dauern, um das Arbeitsgebiet umfassend kennenzulernen und die Fertigkeiten zu erwerben, die im Rahmenstoffplan der IHK genannt werden. Die Europäische Medien- und Event-Akademie in Baden-Baden bietet überdies einschlägige Lehrgänge an, die das in der Praxis erworbene Wissen ergänzen. Ausbildungsbetriebe sind in der Regel die Theater, aber auch Film- und Fernsehproduktionen oder selbstständige Ausstattungs- und Requisitenfundus-Unternehmen. Ob ein Betrieb Requisiteure ausbildet, muss direkt vor Ort erfragt werden.


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Adressen

DTHG - Deutsche Theatertechnische Gesellschaft
Windmühlenstraße 9
53111 Bonn
Telefon 0228 / 36 93 90
www.dthg.de
(vgl. Allgemeine Tipps und Informationen)

Bühnenwerk GmbH
Klaus-Groth-Straße 23
20535 Hamburg
Telefon 0 40 / 41 00 66 20
www.buehnenwerk.de
(auch Pyrotechnik)

Europäische Medien- und Event-Akademie
Rotweg 9
76532 Baden-Baden
Telefon 0 72 21 / 93 13 12
www.event-akademie.de

DAS INSTITUT für angewandte Medien
GmbH & Co. KG
Daimlerstraße 73
22761 Hamburg
TElefon 040 / 54 80 85 – 25
www.das-institut.org/kurse/requisiteur-lehrgang.html