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Deutscher Theaterpreis DER FAUST

Deutschland gehört zu den größten und bedeutendsten Theaterländern der Welt. Etwa 5.000 Inszenierungen sind in jeder Spielzeit allein auf den Bühnen der Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen zu sehen. Hinzu kommt das vielseitige Angebot der Privattheater. In zahlreichen Städten gibt es zudem freie Theatergruppen und Festivals. Finanziert wird dieses Angebot vor allem von Kommunen und Ländern. Und doch hatte die Bundesrepublik Deutschland – anders als Frankreich, Österreich und viele andere europäische Länder – bis zum Jahr 2006 keinen nationalen Theaterpreis, der auf die große Leistungskraft der Theater in besonderer Weise aufmerksam macht und diese würdigt. Veranstalter des Deutschen Theaterpreises DER FAUST sind der Deutsche Bühnenverein, die Bundesländer, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste. Die erstmalige Vergabe fand 2006 in Essen statt. Kooperierendes Bundesland war 2006 das Land Nordrhein-Westfalen. 2007 und 2008 folgten Bayern und Baden-Württemberg. 2009 wurde der FAUST in Rheinland-Pfalz vergeben. 2010 fand die Verleihung im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 wieder in Nordrhein-Westfalen statt. 2011 war Hessen das kooperierende Bundesland. Am 5. November wurde dort in der Oper Frankfurt DER FAUST verliehen. 2012 war Thüringen Gastgeber; die Verleihung fand am 10. November in Erfurt statt. Am 16. November 2013 wurde der FAUST in der Staatsoper im Schiller Theater Berlin vergeben. 2014 findet die Verleihung am 8. November in Hamburg statt.

Die Preisvergabe erfolgt in den Kategorien:

  • Regie Schauspiel
  • Darstellerin/Darsteller Schauspiel
  • Regie Musiktheater
  • Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
  • Choreografie
  • Darstellerin/Darsteller Tanz
  • Regie Kinder- und Jugendtheater
  • Bühne/Kostüm

Darüber hinaus gibt es einen Preis für ein Lebenswerk. Außerdem kann ein Preis des Präsidenten (wird von Bühnenvereins-Präsident Prof. Klaus Zehelein verliehen) für andere Leistungen, die im Theater herausragende Bedeutung haben, vergeben werden.

Der Deutsche Theaterpreis ist undotiert.

Grundlage für die Vergabe des Preises sind Vorschläge der Theater, es ist also ein Preis der Theater für ihre Künstler. Ein Theater darf jedoch keine eigene Produktion vorschlagen. Eine Jury aus künstlerischen Sachverständigen und dem Ausschuss für Künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins, bestehend aus Intendanten, Ballettdirektoren, Regisseuren, Dramaturgen und Kulturpolitikern, nominiert aus den eingehenden Vorschlägen für jede der einzelnen Kategorien drei Künstler. Über diese Vorschläge stimmen die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in einem schriftlichen Verfahren ab.


 

 

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