Deutscher Bühnenverein Startseite Downloads Sitemap Links Kontakt Glossar Impressum

Pressemeldung

Theaterland wird abgebrannt?

DEUTSCHE AKADEMIE DER DARSTELLENDEN KÜNSTE DEUTSCHER BÜHNENVEREIN

Köln, 11.09.2003

Am Freitag, den 3. Oktober 2003 findet im Schiller Theater Berlin die Protest-Veranstaltung „Theaterland wird abgebrannt? – Eine Lagebestimmung zehn Jahre nach Schließung des Schiller Theaters“ statt. Theatermenschen aus der ganzen Republik und darüber hinaus treffen sich zu dieser Lagebestimmung und machen auf die zunehmende Existenzbedrohung der Theater aufmerksam. Die Veranstaltung dauert von 12 bis 17 Uhr und endet mit der Verkündung eines Manifests. Der Eintritt ist frei.

Initiator ist die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bühnenverein, dem Internationalen Theaterinstitut, der Dramaturgischen Gesellschaft und der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Eingangs analysiert der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel den Zusammenhang von "Finanzkrise und Kulturabbau", der ehemalige Kulturstaatsminister und Herausgeber Michael Naumann referiert über "Die Ängste der Kulturpolitik" und der Philosoph Erich Hörl über "Unmögliche Zeitgenossenschaft". Der Publizist und frühere Frankfurter Schauspielintendant Günther Rühle erörtert mit Theaterleuten die Frage "Was ist uns das Theater wert?". Ulrich Khuon, Intendant des zur Bühne des Jahres gewählten Thalia Theaters Hamburg, stellt "Reformillusionen und Realitäten" gegenüber. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Komponisten, Tänzer und Musiker werden Statements abgeben zu der Frage "Was ist uns und der Gesellschaft das Theater?". Es moderieren die ZEIT-Redakteurin Iris Radisch und der ehemalige MONITOR-Leiter Klaus Bednarz.

Gleichzeitig sollen die deutschen Bühnen den 3. Oktober als einen Aktionstag nutzen, um gegen den Abbau der Theaterlandschaft zu protestieren. Dieser Protest kann durch die Verlesung des Manifests im Rahmen der Vorstellungen am 3. Oktober oder durch andere Aktionen geschehen, die den Bühnen selbst überlassen bleiben.

Frankfurt/Köln, den 11. September 2003

zurück

 

druckenDrucken