Geschäftsbericht

 

 

 

 

Rückblick und Ausblick

Auszug

2014. Ein Geschäftsjahr wie jedes andere? Ja und nein! Natürlich gab es wieder Tarifverhandlungen, Haustarifverträge wurden abgeschlossen, um Gesetzesregelungen gerungen, Kultursparmaßnahmen kritisiert, Statistiken erarbeitet und veröffentlicht, DER FAUST veranstaltet und vieles mehr. Business as usual möchte man meinen. Und doch war es anders.

Nach mehreren Jahren Enthaltsamkeit in Sachen Orchestertarifverhandlungen saßen wir wieder der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) gegenüber, um über manteltarifliche Fragen zu diskutieren. Wer nach verlorenem Prozess um Gehaltssteigerungen eine kleinlaute Musikergewerkschaft erwartet hatte, sah sich einmal mehr getäuscht. Am Fordern ist eben noch niemand erstickt. Hatte die DOV zunächst durchaus die Bereitschaft erkennen lassen, sich die nach oben und unten durchlöcherte Vergütungsordnung in Tarifgesprächen mit dem Bühnenverein vorzunehmen, so war davon nur insoweit etwas übrig geblieben, als man die Abschaffung zumindest der untersten Vergütungsgruppe forderte. Auch sonst ließ man es auf Musikerseite mal wieder ein wenig krachen. Na klar, man musste eben Stärke zeigen, nachdem man wegen eines Rechtsstreits um 0,1 Prozent Vergütungserhöhung schließlich ein ganzes Musikergehalt hergeben musste. Immerhin eine Einsparsumme für die Arbeitgeberseite von ca. 50 Millionen Euro, wenn alle dem Tarifabschluss des Bühnenvereins gefolgt wären und nicht freiwillig gezahlt oder diese Zahlung zugesichert hätten! So weit, so gut. Nun also wurden am Verhandlungstisch wieder kleinere Brötchen gebacken. Zuletzt ging es um Themen wie Soundcheck und Arbeitsbefreiung, Wiederaufnahmeprobe und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber auch um vieles andere. Man sieht daran, es fällt nicht schwer, schnell wieder in den »Niederungen des Alltags« anzukommen.

Rolf Bolwin
Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins

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