Im Berliner Ensemble und im Deutschen Theater treffen sich vom 11. bis 13. Juni die Mitglieder des Bühnenvereins zur Jahrestagung 2026. Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

Mittwoch, 10. Juni

»Es braucht verlässliche Allianzen«

Wie übernehmen wir gemeinsam Verantwortung? Die Theater stehen unter Druck! Am Vorabend der Jahrestagung am Berliner Ensemble und im Deutschen Theater haben sich Präsidiumsmitglieder des Bühnenvereins mit den kulturpolitischen Sprecher:innen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke zum Austausch getroffen. Wie knüpfen wir Bündnisse? Was könnten wirksame Strategien sein? Antworten auf diese Fragen werden in den kommenden Tagen unsere Mitglieder umtreiben.

Bühnenvereinspräsident Carsten Brosda betonte die Relevanz der Allianz zwischen Kunst und Politik: »Die unbedingte Freiheit der Künste ist ein Merkmal demokratischer Gesellschaften. Sie zu sichern, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Gerade in Zeiten, in denen Kassen knapper und populistische Positionen lauter werden, braucht es verlässliche Allianzen. Der Austausch zwischen Politiker:innen des demokratischen Spektrums und den Akteur:innen der Bühnenkunst verschafft den Bedürfnissen der Branche Sichtbarkeit und festigt wesentliche Voraussetzungen für die Zukunft unserer vielfältigen Gemeinschaft.« Und Bühnenvereinsvizepräsidentin Kathrin Mädler ermutigte alle, groß zu denken, um die Theater für die Zukunft aufzustellen.

Wir bedanken uns bei den Bundestagsabgeordneten Ottilie Klein (CDU), Awet Tesfaiesus (Bündnis 90/Die Grünen), Martin Rabanus (SPD) und Gregor Gysi (Die Linke).

Bühnenvereinspräsident Carsten Brosda unterstreicht im Vorfeld der Jahrestagung, wie wichtig es ist, dass die Entscheidungsträger:innen der deutschen Kulturbranche zusammenkommen, um gemeinsam Strategien für den Umgang mit Herausforderungen wie den Rechtsruck in der Gesellschaft oder die finanzielle Notlage der Kommunen zu entwickeln: 

»Die Freiheit der Künste steht unter Druck. Gesellschaftlich und politisch mehren sich die Fälle, in denen künstlerische Räume verengt werden, weil inhaltliche Positionen nicht aushaltbar erscheinen oder weil die Mittel knapper werden. Dass Förderentscheidungen nicht mehr nur rein künstlerisch begründet werden, sorgt ebenso für große Verunsicherung wie der Ausblick auf die Landtagswahlen im Herbst, bei denen Kräfte erfolgreich sein könnten, die bereits ankündigen, inhaltlich Einfluss auf die Kultur nehmen zu wollen. Mit der diesjährigen Jahrestagung des Deutschen Bühnenvereins wollen wir angesichts dieser aufgeheizten Situation Strategien entwickeln, wie wir die Bühnen als Orte der freien Kunst stärken und sichern können.«

Dienstag, 26. Mai

»Die Freiheit der Künste steht unter Druck«