»Zukunftspakt Bühnen NRW« als Nachfolge des Theaterpakts NRW

In der Landespressekonferenz im Düsseldorfer Landtag hat der Landesverband Mitte des Deutschen Bühnenvereins am 23. September einen »Zukunftspakt Bühnen NRW« als Nachfolge des Theaterpakts NRW gefordert. Ziel ist eine verlässliche, mehrjährige Finanzierungsperspektive für die Theater und Orchester in Nordrhein-Westfalen, die Land und Kommunen gemeinsam tragen.

Der Vorschlag knüpft an den vom Deutschen Bühnenverein entwickelten »Zukunftspakt Bühne« an. Die Handlungsempfehlung des Bundesverbands sieht mehrjährige Vereinbarungen zwischen Theatern und Orchestern und ihren Rechtsträgern vor, die Planungssicherheit schaffen und zugleich Raum für notwendige Veränderungen geben.

Auch der Deutsche Städtetag empfiehlt seinen Mitgliedsstädten, eine Umsetzung des Paktes vor Ort zu prüfen. Er sieht im »Zukunftspakt Bühne« ein wichtiges Instrument für die Zukunftssicherung der kommunalen Theater und Orchester sowie der Gastspielhäuser ohne eigenes Ensemble.

»Die kommunale Finanzlage lässt vielerorts kaum noch Spielraum, steigende Kosten der Theater und Orchester dauerhaft aufzufangen. Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein Etat auf dem Papier wächst, sondern was nach den gebundenen Kosten tatsächlich für Programm, Personal und Entwicklung übrigbleibt. Theater und Orchester brauchen wieder eine verlässliche, langfristige Perspektive – diese müssen die Kommunen gemeinsam mit dem Land schaffen und dauerhaft absichern«, sagt Apostolos Tsalastras, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer der Stadt Oberhausen sowie Vorsitzer des Landesverbands Mitte des Deutschen Bühnenvereins.

Für Nordrhein-Westfalen soll dieser Ansatz nun als Nachfolgemodell für den ausgelaufenen Theaterpakt NRW dienen. Der Landesverband Mitte fordert dabei unter anderem eine verlässliche Berücksichtigung von Tarif- und Kostensteigerungen sowie eine langfristige Perspektive für notwendige Investitionen.

Grundlage der Forderung sind Rückmeldungen aus 29 Mitgliedshäusern des Landesverbands. Sie zeigen, wie sich steigende Kosten und angespannte kommunale Haushalte bereits auf Personal, Produktionen, Investitionen sowie Angebote der kulturellen Bildung und Vermittlung auswirken.

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