DER FAUST extra

DER FAUST extra

Mit »Wem gehört die Stadt?« hat Regisseur Helge Schmidt am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ein Stück über die Stadtgesellschaft inszeniert. Zur Sprache kommen Themen, die über die hessische Landeshauptstadt hinausreichen. Am Samstag, 14. November von 15 bis 16.30 Uhr – kurz vor der Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST – diskutieren im Bühnenbild Expert:innen aus Kunst, Politik und Wissenschaft über Ideen für bedrohte Kommunen. Reden Sie mit! Der Eintritt ist frei.

»DER FAUST extra« bringt im Kleinen Haus den Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Susanne Heeg, Professorin für Geographische Stadtforschung an der Goethe-Universität Frankfurt zusammen mit Christoph Dittrich, Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, und Regisseur Helge Schmidt. Sie alle haben Vorstellungen, wem Städte gehören – oder wem sie gehören sollten. Im Publikum mischen sich die Gäste der Preisverleihung mit den Zuschauer:innen aus Wiesbaden. Ihre Perspektiven sind gefragt.

Gibt es Ideen für die Orte, an denen wir leben, jenseits der beklagten politischen Polarisierung und klammer Kommunen? Dem geht Moderatorin Cosma Corona Hahne, die als Dramaturgin an der Inszenierung beteiligt ist, nach.

»Die Städte verlieren aktuell ihre soziale Infrastruktur«, meint Susanne Heeg. Gründe dafür sieht sie unter anderem in einer ungerechten Steuerpolitik. »Kunst und Kultur stehen nicht nur in Ostdeutschland durch die Wahlen unter Druck. Und nicht nur von ganz rechts wird gefragt, welche Kultur wir überhaupt noch unterstützen wollen«, sagt Helge Schmidt. Kulturförderung als sogenannte freiwillige Leistung gerate vielerorts ins Visier. Wie stark der Druck auf die Theater und Orchester zum Beispiel in Sachsen aktuell ist, demonstrierten Tausende Anfang Oktober vor der Semperoper. Der Chemnitzer Generalintendant Christoph Dittrich erklärt: »Kulturelle Vielfalt braucht sichere Rahmenbedingungen, in den großen Städten genauso wie in den ländlichen Regionen.«

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