Schlosser:in

Schlosser:in

Schlosser:innen an Theatern sowie in Opern- und Orchesterbetrieben fertigen metallische Konstruktionen für Bühnenbilder, Dekorationen und technische Einrichtungen. Sie bauen unter anderem Stahlrahmen, Podeste, bewegliche Bühnenelemente und Sonderanfertigungen für Inszenierungen.

Wie sieht der Alltag von Schlosser:innen aus?

Der Alltag von Schlosser:innen im Theater unterscheidet sich von klassischen Metallbauberufen vor allem durch die Verbindung von handwerklicher Präzision und künstlerischer Produktion. Die Arbeit beginnt häufig mit technischen Besprechungen zu neuen Produktionen. Auf Grundlage von Bühnenbildentwürfen und Konstruktionszeichnungen planen Schlosser:innen den Bau von Dekorationsteilen oder technischen Konstruktionen. Verarbeitet werden überwiegend Stahl und Aluminium, teilweise auch Sondermaterialien. Zu den typischen Tätigkeiten gehören Schweißarbeiten, Metallbearbeitung, Montagearbeiten sowie die Anpassung bestehender Konstruktionen an neue Inszenierungen.

In Theaterwerkstätten entstehen häufig Einzelanfertigungen statt serienmäßiger Produkte. Dadurch müssen Schlosser:innen flexibel auf kurzfristige Änderungen reagieren, beispielsweise wenn Regieteams oder Bühnenbildner:innen Entwürfe während der Probenphase verändern. Neben der Werkstattarbeit gehören Bühnenumbauten, technische Anpassungen und Sicherheitsprüfungen zum Arbeitsalltag. In größeren Häusern arbeiten Schlosser:innen eng mit Maschinist:innen, Bühnenhandwerker:innen und der Bühnentechnik zusammen.

Welche Aufgaben hat ein:e Schlosser:in?

  • Anfertigung von Metallkonstruktionen für Bühnenbilder und Dekorationen
  • Verarbeitung von Stahl, Aluminium und weiteren Metallen
  • Schweiß-, Schneid-, Bohr- und Montagearbeiten
  • Arbeiten nach technischen Zeichnungen und Konstruktionsplänen
  • Umsetzung künstlerischer Entwürfe in technisch realisierbare Konstruktionen
  • Reparatur und Anpassung vorhandener Bühnenelemente
  • Aufbau und Montage von Konstruktionen auf der Bühne
  • Zusammenarbeit mit Bühnenbild, Werkstätten und Bühnentechnik
  • Technische Problemlösung bei Sonderkonstruktionen
  • Einhaltung von Sicherheits- und Belastungsvorgaben
  • Wartung metallischer Bühnenelemente und technischer Einrichtungen

Wie wird man Schlosser:in?

Das sollte man mitbringen:

  • Präzises und verantwortungsbewusstes Arbeiten
  • Flexibilität bei kurzfristigen Änderungen
  • Teamfähigkeit im Werkstatt- und Probenbetrieb
  • Belastbarkeit bei engen Produktionsfristen
  • Technisches Problemlösungsvermögen
  • Interesse an künstlerischen Produktionsprozessen
  • Bereitschaft zu Abend- und Wochenendarbeit

Ausbildung

Der häufigste Zugang zum Beruf erfolgt über eine Ausbildung als Metallbauer:in mit Fachrichtung Konstruktionstechnik. Die duale Ausbildung dauert in Deutschland in der Regel dreieinhalb Jahre. Viele Theaterwerkstätten bieten entsprechende Ausbildungsplätze an. Alternativ können auch verwandte Metallberufe den Einstieg ermöglichen.

Ein Einstieg erfolgt häufig über Theaterwerkstätten, Bühnenbetriebe oder Werkstätten im Veranstaltungsbereich. Ergänzende Kenntnisse in Veranstaltungstechnik oder Bühnentechnik gelten als vorteilhaft. Teilweise werden Zusatzqualifikationen über Fortbildungen oder praktische Erfahrungen im Theaterbetrieb erworben.

Weiterbildungen sind unter anderem im Bereich Meister:in Metallbau, Schweißtechnik, Konstruktion oder Veranstaltungstechnik möglich. Für Leitungspositionen in Schlossereien oder technischen Abteilungen wird häufig ein Meisterabschluss erwartet. In größeren Häusern können sich daraus Tätigkeiten in Werkstattleitung, Produktionskoordination oder technischen Leitungsfunktionen entwickeln.

Quellen

Das Informationsangebot basiert auf der Broschüre »Berufe am Theater«, herausgegeben vom Deutschen Bühnenverein, aktualisierte und überarbeitete zehnte Auflage 2020/21. Zur Recherche wurde zudem auf das Online-Informationsmaterial von BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit zurückgegriffen. Die redaktionelle Aufarbeitung und Recherche erfolgte mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz.