Statement von Prof. Thomas Leander
Prof. Thomas Leander, Rektor der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf:
»Eines unserer wichtigsten Anliegen ist es, berufsrelevante Fächer in unseren Studiengängen zu integrieren. Die Intimitätskoordination ist deshalb auch für Musikhochschulen – besonders in den Bereichen Gesang, Musiktheater und Oper – ein wichtiger Faktor in der Lehre. Sie schützt Studierende vor Machtmissbrauch und psychischen Belastungen, sorgt für professionelle und einvernehmliche Arbeitsbedingungen und vermittelt essenzielle Handwerkszeuge für das spätere Berufsleben.
Die deutschen Musikhochschulen haben sich besonders dem Thema Machtmissbrauch gestellt und haben deutliche Strukturen entwickelt, um dem entgegenzutreten. So geht es uns an der Robert Schumann Hochschule bei Intimitätskoordination um einen sicheren Lernraum, Fürsorge und Prävention von Grenzüberschreitungen.
Außerdem nehmen wir einen Wandel in der Branche wahr: Im professionellen Musiktheater – von der klassischen Oper bis zur freien Szene – gehören intime Szenen zum Standard. Wer im Studium den sicheren Umgang damit erlernt, ist auf die reale Berufswelt bestens vorbereitet.
Klare Absprachen und Choreografien geben eine größere Sicherheit und Klarheit in der szenischen Darstellung. Das ermöglicht den Künstler*innen, sich voll auf ihre musikalische und stimmliche Performance zu konzentrieren, anstatt sich ständig in der Bühnen-Situation unwohl zu fühlen.«