Spielplan statt Kürzungsplan
22. Juni 2026

Aktionstag Kommunen am Limit

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag rufen am 22. Juni 2026 zum Aktionstag »Kommunen am Limit« auf. Ziel sei es, auf die dramatische Finanzlage der Kommunen aufmerksam zu machen und Bund und Ländern zum Handeln aufzufordern. Denn: Was in den Haushalten als Defizit erscheine, bedeute vor Ort weniger Gestaltungsspielraum, längere Wartezeiten, geschlossene Einrichtungen und zurückgestellte Zukunftsinvestitionen.

»Die Kommunen sind am Limit angekommen. 31 Milliarden Defizit in ganz Deutschland, allein in NRW beträgt es 9 Milliarden Euro«, erklärt Apostolos Tsalastras. Er ist nicht nur Kämmerer und Kulturdezernent der Stadt Oberhausen, er ist auch Vorsitzender des Landesverbands Mitte im Deutschen Bühnenverein. Mit dem Aktionstag sollen Bund und Länder dazu bewegt werden, mehr Steueranteile in die Kommunen zu geben. Damit geht es auch um die Finanzierung der Bühnen, die von den Kommunen getragen werden. »Wir fordern mehr Mittel, um die Investitionen in die Infrastruktur und die Zukunftsfähigkeit sicherstellen zu können«, erklärt Tsalastras.

Am Aktionstag diskutieren um 19.30 Uhr im Theater Oberhausen Apostolos Tsalastras, Kathrin Mädler, Intendantin des Theaters Oberhausen und Vizepräsidentin des Deutschen Bühnenvereins, Christine Vogt, Leiterin der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen sowie Andreas Gadde als Vertreter der soziokulturellen Zentren über die Bedeutung von Kultur in finanziell herausfordernden Zeiten, die Auswirkungen kommunaler Haushaltslagen und möglichen Perspektiven für die Kulturlandschaft. Der Eintritt ist frei.

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